Der Umbau unseres Foyers

Kunst muss nicht immer im Museum hängen oder in einer Galerie. Wenn man durch Städte läuft, dann sieht man tolle Grafittis, Wandmalereien und vieles mehr. Was genau aber ist StreetArt und darf das eigentlich jeder?

Im Moment sieht unser Foyer so aus. Was hat das zu bedeuten?

Was Du hier an der Wand siehst sind Graffitiarbeiten, die Jugendliche aus den JUKKS-Kursen der vhs erstellt haben und eine Arbeit unserer FSJlerin Jasmin Hagedorn. Bei allen Arbeiten handelt es sich um sogenannte StreetArt. Eine Form der Kunst, die eher der Subkultur zugerechnet wird. Die StreetArt zeichnet sich dadurch aus, dass sie meist im öffentlichen Raum stattfindet und nicht kommerziell ist, manchmal sogar illegal.

Das Motiv ist dem Werk „Flower Thrower“ des Künstlers Banksy nachempfunden. Genaueres zum Original  erfährst Du auch beim Kunsttrip in der Mittagspause am 7.11. oder auf unser Webseite.

Graffiti wird salonfähig

Was früher als wilde Schmiererei und Sachbeschädigung bezeichnet wurde, wird heute aber auch auf dem Kunstmarkt hoch gehandelt. Einige Künstler der StreetArt-Szene verkaufen ihre Werke zu hohen Preisen. Graffitis und andere StreetArt-Techniken auf Leinwand oder anderen portablen Untergründen werden verkauft und arbeiten sich so in den Kunstmarkt vor. Auch für die Kunstwissenschaft und Kunstgeschichte sind die Arbeiten der Künstler, aber vor allem auch ihre Einstellung zur Kunst, Kunstszene und dem Auftrag von Kunst, von hohem Wert.


Die StreetArt zeigt so seit Jahren einen Umbruch und ein Umdenken in der Definition von „hoher“ Kunst.

Neue Bewegungen gibt es aktuell auch in der Bildung

Wie die StreetArt in der Kunst, so bringen auch andere Bewegungen und Innovationen Umbrüche in der Gesellschaft mit sich beispielsweise die Digitalisierung in der Bildung.

Das Lernen verändert sich, das personalisierte Lernen rückt immer mehr in den Fokus. Gleichzeitig möchten die Menschen aber nicht auf einen Austausch über das Erlernte und eine analoge Kommunikation verzichten.

Öffentliche Orte der Kultur und Begegnung

Um dies zu verbinden haben sich in den Städten immer mehr sogenannte 3. Orte gebildet, die die Menschen sich erobert haben. Räume, die die Möglichkeit bieten zu lernen, zu arbeiten, zu essen, zu trinken, in Kontakt zu kommen und neben dem digitalen Lernen auch analog zu kommunizieren, weiter zu lernen und sich auszutauschen. Eine weitere Erklärung zur Bedeutung des Begriffs „3. Orte“ findet ihr in diesem Video. 

Veränderung bei uns im Haus

Wir arbeiten an der Entstehung eines solchen 3. Ortes für die Menschen in und aus Karlsruhe. Da Innovationen Zeit brauchen, findest Du an dieser Stelle neben der StreetArt auch noch längere Zeit eine Baustelle.
Du bist herzlich eingeladen zu kommen und zu schauen und den Umbruch zu verfolgen.

Schreibe einen Kommentar