Interview mit Virgin Bousquet: „Warum ich Theaterspielen unterrichte“

Lustige Begegnungen zwischen buckligen Hexen im Halloween-Theaterworkshop

Wie sind Sie auf den Bereich Theater gekommen?
Theater spielen hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Angefangen habe ich damit schon während meiner Schulzeit in Frankreich, so mit 15 oder 16 Jahren. Sogar mein Abitur habe ich mit Schwerpunkt auf Theater absolviert, also mit 8 Wochenstunden Theaterunterricht.
Im Anschluss habe ich Theaterwissenschaften studiert. Und mich für ein deutsch-französisches Doppeldiplom in Marseille und Hildesheim entschieden. Da war dann das Thema mehr Kulturvermittlung, Kunst, Film und Theater.
Das Studium in Hildesheim war sehr praxisorientiert. Meine Freude, das Theaterspielen weiter zu vermitteln und als Theaterpädagogin zu arbeiten, habe ich dort entdeckt. In Frankreich gibt es diesen Beruf nicht.

Denken Sie, dass Theaterspielen für Kinder wichtig ist und wenn ja, warum?
Ich finde es schade, dass nicht mehr Theater gespielt wird. Ich wünschte, es gäbe das Fach in der Schule oder einmal im Jahr ein Theaterprojekt.
In der Schule ist alles sehr rational, 2+2=4, aber im Theater ist 2+2 6, 7 oder 8. Die Kinder trainieren Ihre Fantasie, lernen durch Rollenspiel, wie man mit Gefühlen umgeht und entwickeln Empathie.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten?
Vieles. Ich mag es, für längere Zeit kreativ mit einer einer Gruppe zu arbeiten. Ich leite gerne an. Es ist nur wichtig, dass die Teilnehmer Lust am Theater spielen haben – egal ob es sich um Kinder, Jugendliche oder Erwachsene handelt. Und ich mag es, ist wenn ich selbst Spaß habe.

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