Gedanken werden Kunst

Wir stellen die Ergebnisse aus unserem Kunstprojekt für junge Menschen vor

In MEINEM Kopf – da ist viel los. Gedanken, Hoffnungen, Sorgen und vieles mehr schwirren herum. Ich frage mich: Wo ist mein Platz in dieser Welt, wie sieht meine Zukunft aus, was beschäftigt mich, wer bin ich?

Zu diesem Thema haben 11 Künstler*innen, im Alter von 14 bis 20 Jahren, Anfang diesen Jahres Ihre eigene Interpretation eingereicht und die Jugendkunstausstellung gefüllt. Die Umsetzung war ihnen überlassen, daher auch die vielen verschiedenen Ansätze.

Die Gewinner*innen

In Verbindung mit der Teilnahme an der Ausstellung gab es einen Wettbewerb, bei dem es drei ebenbürtige Gewinner*innen gab: Paula Steinbrück-Ruiz, Lenny Bittger und Nils Siegloch
Für die Gewinner*innen gab es entweder einen Gutschein für Gerstaecker/Boesner im Wert von 175 € oder einen Faber-Castell Art&Graphic Compendium Holzkoffer.

NILS SIEGLOCH

„Derzeit befinde ich mich in einer stressigen Phase meines Lebens. Zwischen all diesen schwierigen politischen Ereignissen (Klimakrise, Ukraine, Corona), stehe ich. In eine Rolle gezwängt, in der ich mich nicht wohl fühle. In der Bewerbungsphase des Studiums, weiches vermutlich bestimmten wird, wohin mein Lebensweg führt. Ein weiterer Schritt dahin, herauszufinden, wer ich bin. Viel essentieller ist allerdings die Frage, WAS ich bin.
In meiner Interpretation ziehe ich Stück für Stück meine Schichten ab. Zuerst natürlich die, welche man von außen sieht, dann geht die Sicht tiefer in die materiellen Ebenen und Schluss-endlich auf die Energie des Lebens. Die Interpretation dessen habe ich relativ offen gelassen. So kann man darin die Gedanken, die Seele oder (wie ich es glaube) eine indefinite Art Energie sehen.
In MEINEM Kopf, in meiner natürlichen Hülle steckt eine unsichtbare Art Rauch, Nebel oder Qualm. Es ist nicht greifbar, ständig in Bewegung und kann sich abhängig des Umfeldes verändern. Je mehr Druck sich darauf auswirkt, desto dichter und fester wird das Konstrukt aus Gefühlen, Gedanken, Zweifeln und Hoffnungen.“

Sie möchten weitere Ausstellungswerke ansehen?

Dann schauen Sie sich die Bildergalerie auf dieser Seite oder. Oder besuchen das vhs Hauptgebäude. Im Haus können Sie im zweiten Stock all die Werke entdecken und betrachten. Die Ausstellung wird vor Ort bis zum Ende Dezember zu sehen sein.

TARA TORKLER
„Marseille ist eine Stadt, die für mich wie eine zweite Heimat ist, in der ich Freunde habe und in der es wunderschöne alte Gassen wie diese hier gibt, in denen ich am liebsten den ganzen Tag in einem Café auf das Meer schauen würde. In meinen Gedanken bin ich oft an diesem Ort und denke an die Zeit, die ich dort schon verbracht habe, aber auch wie es den Menschen, die in diesen Gassen abends zusammen sitzen und lachen, geht. Sind sie gesund? Werden sie noch da sein, wenn ich hoffentlich bald wieder komme? Werden sie und dieser Ort noch das Selbe für mich sein?“

Betrachtet man die Ausstellung im Ganzen, sieht man, dass individuelle Wahrnehmungen und Gedanken verkörpert wurden, jedoch erkennt man auch viele Gemeinsamkeiten. Das Erkunden dieser Gedanken von Menschen, die sich teilweise noch nie davor trafen und trotzdem einiges gemein haben, fasziniert immer wieder aufs Neue. Vielen Dank an all die Künstler*innen für die tollen und beeindruckenden Kunstwerke.

Aufzeichnung der Vernissage